Programm


  Progamm (PDF > HBS 2018)


Der 5. Internationale Holzbrückentag 2018 wird gemeinsam vom forum- holzbau, der MPA Universität Stuttgart und der Qualitätsgemeinschaft Holz- brückenbau (QHB) in Stuttgart veranstaltet. Brücken repräsentieren die mechanisch und klimatisch höchst beanspruchten Bauwerkstypen. Als im ursprünglichsten Sinne des Wortes brücken- und ge- sellschaftsverbindend wie auch als stadt- bzw. landschaftsprägendes Element haben Brücken eine exponierte Stellung in der öffentlichen Wahrnehmung. Einerseits kann der Holzbrückenbau im Rückblick vieler Jahrhunderte auf beeindruckende Leistungen verweisen. Andererseits ist zu konstatieren, dass auch in jüngerer Vergangenheit Fehler bei holzbauspezifi schen Planungs- und Ausführungsdetails zu erheblichen Schäden führten.

Vor zwei Jahren mussten wir uns noch vorwiegend mit Schadensfällen von Holzbrücken befassen; jedes Jahr wurden mehr Holzbrücken abgängig, als neue Bauwerke dazukamen. Im Falle eines nicht massiv geänderten strategischen Verhaltens würde sich an dieser Faktenlage auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Die vormaligen Fehleinschätzungen der natürlichen Dauerhaftigkeit von Holz bei hoher Feuchte/Wasser-Exponiertheit und hierauf basierende Pla- nungs- und Ausführungsfehler würden weitere gravierende Schäden bewirken.



Aber : Es hat sich jedoch Wesentliches geändert!

Der für den Holzbrückenbau existenzbedrohenden Situation wird nun seitens einer Gruppierung aus kompetenten Praktikern, Tragwerksplanern und Wissenschaftlern, verknüpft und koordiniert durch die Qualitätsgemeinschaft «Holzbrückenbau (QHB)» mit einem durchgängigen Holzbrücken-Qualitäts- konzept begegnet. Mittels eines mehrstufi gen Qualitätskonzeptes und eines in der Planung rigoros umgesetzten konstruktiven Holzschutzes sind bei neu- en Holzbrückenbauten Standzeiten von deutlich mehr als 60 Jahren unstrittig realistisch. Sieht man von gravierend vorgeschädigten «Altlast»-Holzbrücken ab, so lässt sich mittels unschwer umsetzbarer Pfl egemassnahmen auch bei sehr vielen Bestands-Holzbrücken die Lebensdauer wesentlich erhöhen.

Die neuen Ansätze werden bei unbeirrter Umsetzung, aber auch nur dann, dazu führen, dass der Holzbrückenbau rein technisch mindestens auf Augenhöhe mit dem Stahl- und Stahlbetonbrückenbau agieren kann. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der heute unstrittig holzbauförderlichen Nach- haltigkeitstrümpfe des Holzbaus sollte sodann der Renaissance des Holzbrü- ckenbaus nichts, ausser widerlegbaren Altlast-Vorurteilen im Wege stehen.

Ein Anknüpfungspunkt des 5. Internationalen Holzbrückentages ist noch einmal die «Stuttgarter Holzbrücke». Die vollmassstäbliche, rd. 25 m lange Modellbrücke steht für Programmatik und realisierte Vision. Sie zeichnet sich durch grundlegend neue Konstruktions-, Ausführungs- und Monito- ringkonzepte für Holzbrücken in integraler und semi-integraler Bauweise aus. Die Detailausführungen basieren auf umfassenden Analysen bisheriger Konzepte und sind sodann konsequent auf Robustheit und Dauerhaftigkeit ausgerichtet, ohne hierbei den architektonischen Anspruch auf eine neuzeit- liche Formensprache auszugrenzen. Es wird über zwei Jahre Erfahrungen mit dem Stuttgarter-Prototyp sowie über Neuplanungen und Umsetzungen des Konzepts im Rahmen neuer Holzbrückenprojekte berichtet.

Im Themenblock – Holzbrückenbau in der Offensive wird neben Bestandsauf- nahmen über den Stand der Regelwerke für neuzeitliche Holzbrücken berichtet.

Dass Schäden in Holz und sodann natürlich auch bei Holzbrücken eindeutig standsicherheitsrelevant quantitativ bewertbar und sodann infolge werkstoff- inhärenter Vorzüge hervorragend instandsetzbar sind dient der Transparenz- Initative des Holz-Brückenbaus und wird anhand hervorstehender Projektbei- spiele manifestiert.

Die beiden abschliessenden Themenblöcke Fussgänger- und Radwegbrücken I und II zeigen in Anzahl und Formenvielfalt, dass der Aufbruch in das neue Holzbrücken-Zeitalter bereits begonnen hat.




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